Strategische Planung

Verstärkt durch sogenannte Pfadabhängigkeiten und damit sich selbst verstärkende Prozesse geraten Unternehmen in die Krise und Insolvenz. Unsere nachstehenden Erfahrungen bestätigen die Entstehung und Vermeidung „strategischer Lock-ins“.

Eine ostbayerische Traditionsbäckerei mit gewachsenen Strukturen im Filialgeschäft gerät in eine Existenzkrise, durch die stetig wachsende Konkurrenz von Industrie- und Supermarktbäckereien. Einerseits kreiert die Geschäftsstruktur zu hohe Fixkosten und andererseits begrenzt die Preiselastizität im Vorraumgeschäft der Supermärkte eine auskömmliche Differenzierung.

Ein renommierter ostbayerischer Küchenhersteller musste trotz guter Nachfrage Insolvenz anmelden. Eine unschlüssige Internationalisierungs- und Mehrmarkenstrategie mit Gründung von Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen in sehr unterschiedlichen Märkten überforderte die Management- und Finanzressourcen.

Nach großen anfänglichen Erfolgen gerät ein Pionier der Photovoltaikwirtschaft während des Booms in Schieflage. Wesentliche Managementfehler bestanden zum einen im unzureichenden Risikomanagement, insbesondere der Bestandsbewertung und einer fehlenden Differenzierungsstrategie, durch innovative Produkte gegenüber der Massenware aus China zum anderen.

Ein Softwareunternehmen stellt ihr wesentliches Produkt einer Middelware „Open Source“, d.h. zur lizenz- und kostenfreien Nutzung zur Verfügung und beschleunigt damit ihr Umsatzwachstum mit komplementären, kostenpflichtigen Tools und Dienstleistungen. Auf empfehlungsorientierten Internetforen entsteht eine Eigendynamik hinsichtlich Anwendungsmöglichkeiten, Fehlerbehebung und Weiterentwicklung.

Typische Fragestellungen

  • Bestehen für mein Unternehmen bereits unbemerkte Pfad­abhängig­keiten und selbst­verstärkende Prozesse?
  • Besteht bereits ein irreversibler Lock-in-Zustand und hat mein Unternehmen noch einen eigen­ständigen Entwicklungs­spielraum?
  • Wie kann ich ein, zumindest theoretisches Optimum erreichen und welche Entwicklungs­optionen stehen dafür zur Verfügung?

Unsere Antwort

Aufgabe der Strategieentwicklung besteht i.d.R. darin notwendige Pfadwechsel zu erkennen und deren Realisierbarkeit zu prüfen.
 

Was ist zu tun?

Eine auf Unternehmenswertsteigerung ausgerichtete Strategieentwicklung bedeutet ein Unternehmen als eine Summe potenzieller Pfade zu verstehen und die risikoeffizienteste Option umzusetzen.

Die Herausforderungen

  • Auf Unternehmensebene besteht häufig ein Widerspruch zur Effizenz rationalen Verhaltens. Dies ist vorwiegend der Fall wenn durch Erfahrungen und Routinen bereits Erfolge erzielt wurden (z. B. Kostensenkungen, Zielgruppenfokus, Best Practice) und diese nicht mehr in Frage gestellt werden.
  • Bereits getätigte Investitionen verstärken bei Entscheidungsträgern die Neigung diese zu bestätigen.

Ihr Mehrwert

Szenario- und Variantenrechnungen sowie Simulationen als logische Erweiterung der Planung „Was-wäre-wenn“ ermöglichen strategische Entscheidungen mit einem hohen Maß an Einsicht in die künftige Erfolgs-, Finanz- und Bilanzplanung. Die hohe Transparenz ermöglicht Wertentscheidungen zur Risikopolitik und stärkt das Vertrauen in die permanente und konsistente Datensicherheit in allen Planungslagen.