Risikomanagement

Strukturwandel, Globalisierung, zunehmender Wettbewerbsdruck, neue gesetzliche Rahmenbedingungen – eine Vielzahl an Faktoren erfordern ein wirksames und ganzheitliches Risikomanagement in Unternehmen.

Nicht nur aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die Einführung eines betriebsangemessenen Risikomanagements für bestimmte Unternehmen vorgeschrieben. Kapitalgeber erwarten sich ein systemisches Management der vorhandenen Unternehmensrisiken im Rahmen eines Risikocontrollings. Mit dem Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG) steht in den nächsten Jahren eine weitere „Generation“ von gesetzlichen Anforderungen bevor, welche direkten Einfluss darauf haben, wie eine Absicherung gegenüber allgemeinen und unternehmensspezifischen Risiken intern umgesetzt werden muss.

Die Mittelstandsberatung Ostbayern erarbeitet Risikotragfähigkeitsanalysen auf Basis von Methoden zur Risikomessung und berät die Geschäftsführung bei der Umsetzung der Risikopolitik, eines internen Kontroll- und Frühwarnsystems sowie dem etwaigen Risikotransfer.


Typische Fragestellungen:

  • Welche zu beobachtenden Risiken impliziert die Unternehmensstrategie?
  • Wie kann das Risikomanagement Unterstützung leisten hinsichtlich der Erreichung der Unternehmensziele?
  • Wie leistet es einen Beitrag zur Sicherung der Unternehmenswerte?
  • Welche Faktoren bergen ein Risiko hinsichtlich einer ständig ausreichenden Liquidität?
  • Kann ich neben den Risiken auch Chancen in die Betrachtung mit einbeziehen?


Unsere Antwort: Die Erfüllung gesetzlicher Dokumentations- und Kontrollpflichten ist nur einer von mehreren Bausteinen, auf die ein wirksames Risikomanagement-System aufsetzen sollte. Der weiter gefasste Begriff der „Compliance“ beinhaltet neben den externen Auflagen auch die Gesamtheit aller Aspekte, die sich aus internen Vorgaben, Werten, Regeln und nicht zuletzt der eigenen Strategie ergeben.

Was ist zu tun? Als erster Schritt ist es entscheidend, eine solide Datenbasis zu schaffen, d.h. die Risiken zu formulieren, zu quantifizieren und Attribute wie Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit festzulegen. Darauf aufbauend erfolgen dann die notwendigen Schritte zur Umsetzung der Risikosteuerung. Grundsätzlich gilt es, eine umfassende Dokumentation bereitzustellen, die eine komfortable Überprüfung des Unternehmenszustands zu jedem Zeitpunkt zulässt.

Eine deutliche Erweiterung erfährt ein Risikosystem, wenn es ermöglicht, bei kritischen Entwicklungen Gegenmaßnahmen anstoßen zu können. Diese müssen in einem vorgelagerten Arbeitsschritt definiert und datenseitig umgesetzt sein. Durch die Einbindung solcher Mechanismen verlässt das Risikomanagement den Anspruch als reines Berichtswerkzeug und wird zu einem Steuerungstool, das eine aktive Einflussnahme auf den Unternehmenserfolg ermöglicht.

Risikomanagement wird somit Teil der Unternehmenssteuerung, und es ergeben sich „natürliche“ Verbindungspunkte zu anderen zentralen Anwendungen, wie den übergreifenden Kennzahlensystemen, dem Strategie-Management sowie dem internen wie auch externen Berichtswesen.

Die finanziellen Auswirkungen von risikobezogenen Maßnahmen wiederum fließen direkt in die Finanzplanung ein.

Die Herausforderungen:

  • Verschiedene Positionen (Gesellschafter, Geschäftsführung, Kapitalgeber) haben unterschiedliche Interessen und Anforderungen an ein Risikomanagement
  • Der Fachbereichsverantwortliche hat eventuell nur Verantwortung und Interesse an einem bestimmten Teilrisiko für dessen Maßnahmenzuordnung er verantwortlich zeichnet
  • Eine Vielzahl von Daten für unterschiedliche Sichtweisen bzw. unternehmerische Rollen so aufzubereiten, dass sie die Grundlage für eine effiziente Entscheidungsunterstützung bieten ist eine Anforderung, die eine durchgängige Plattform zu Datenerfassung, Modellierung und Analyse erforderlich macht.


Ihr Mehrwert: Ein qualifiziertes Risikomanagement macht sich in aller Regel zudem in einer Verbesserung des Ratings und somit der Kapitalkosten bezahlt. Die vielfältigen Möglichkeiten der individuellen Anpassung versetzen den Anwender in die Lage, sich stets ein Bild von der aktuellen Risikosituation seines Unternehmens zu machen. Basis eines erfolgreichen Projekts ist sicherlich die Kenntnis aller relevanten Risiken und des Geflechts an Ursache-Wirkungsketten im Unternehmen.